Holly Golightly

#71
Kolumbien, Panama, Karibisches Meer

Holly on Holiday

  • Reisegeschichten

Nach dem fiesen Orkan in der Ankerbucht verlassen wir noch am gleichen Tag die Islas del Rosario. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung dieses Ereignisses viel geringer ist als bei ARD oder ZDF, so halten uns hier keine sieben Seepferde mehr in der Bucht.

Unser Törn nach Panama führt nun ungefähr 50sm vor der kolumbianischen Küste entlang. Während unser Routing-Programm verschiedene Zickzack-Kurse entlang der Küste oder weiter draußen auf der offenen See empfiehlt, entschließt sich der Skipper für die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten – die gerade Linie! Die ersten Seemeilen muss uns leider der kleine Schiffsdiesel vorwärts schieben – no wind today. Später klappt´s dann auch mit dem Wind. Unsere pragmatische Routenwahl entpuppt sich dann als goldrichtig. Während in der ersten Nacht an der Küste und auf der offenen See die Gewitter eifrig vor sich hin blitzen und donnern, segeln wir unbehelligt zwischen den Fronten dahin. Kaum zu glauben aber eventuell haben wir beim Wettergott ja was gut!

Der zweite Tag wird dann zum Geschenk. Aufgrund des etwas unpassenden Timings – unsere ETA an der Küste von Panama wäre mitten in der Nacht, was wir nicht wollen – entschließen wir uns zu einer ganz neuen Form des „Segelns“: Wir lassen uns treiben! Da der laue Wind und die Strömung genau das gleiche Ziel wie wir haben, wird das zu einer extrem entspannten Sache. Bei schönstem Wetter dümpeln wir im Seeschneckentempo (1 kn) völlig entspannt dem Ziel entgegen und genießen die absolute Abwesenheit von Eile oder Stress! Manchmal muss man sich eben einfach treiben lassen!

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Good bye Sun!
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Moonshadows on Sail
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