Holly Golightly

#136
Rebak Marina/Langkawi/Malaysia

Nach 6440 Seemeilen: Das Finale 2025 – Rebak Marina

  • Reisegeschichten

Wir haben geschafft, was uns in den vergangen Monaten und zwischendurch immer wieder kaum möglich erschien: Wir sind nach sagenhaften 6440 Seemeilen in der Rebak-Marina in Langkawi angekommen! Gefühlt, haben wir die anstrengendste Saison unserer Reise hinter uns – zwischendurch war uns sogar nach Aufgeben zumute.

Team-Holly hinter der Ziellinie
Die Lady Golightlys genießen das Landleben

Nun freuen wir uns umso mehr! Das tollste ist, dass in der Rebak Marina unsere Freunde Kerstin und Jürgen von der Lady Jane am Steg stehen; gücklich fallen wir uns in die Arme! Es war ein lang gehegter Traum, dass wir es schaffen, beide Boote in Langkawi überwintern zu lassen, um vielleicht, vielleicht in 2026 gemeinsam weiter zu fahren. Aber Pläne sind ja bekanntermaßen bei Ebbe in den Sand geschrieben ...

Auf Rebak Island gibt es die überaus geschützt liegende Marina und ein Resort. Der große Luxus besteht darin dass Marina-Gäste die Resort-Anlage mitnutzen dürfen.

Kaum haben wir eingecheckt, springen wir also in den wunderschönen Pool.
Die Abkühlung ist bei der großen Hitze mehr als willkommen.

Als Topping gibt es im Resort zudem die wohl längste Happy Hour überhaupt: Eingeläutet um 17:00 Uhr wird sie um 20:00 für eine Stunde unterbrochen, um dann von 21:00 bis 22:00 Uhr nochmal in den abendlichen Endspurt zu gehen. Was will man mehr?

Herrenabend am Steg
Auch ein Waran muss mal abkühlen

In den folgenden Tagen machen wir Holly Golightly landfein. Die Straße von Malakka hat am Bug unserer kleinen Dänin eklige schwarze Ölspuren hinterlassen. Glücklicherweise gehen dem Facility-Manager Franz die Ideen zur Problemlösung selten aus. Mit Hilfe von Butter läßt sich das klebrige Zeugs leicht und gelcoat-schonend ablösen. Holly riecht danach auch noch lecker nach Butterbrot :-)

Ölkrise am Bug?
Die Butter macht's!
Hardware-Store made in China
Warendruck, Warendruck

Da unsere Hochleistungs-Sonnensegel von Ikea, die wir üblicherweise zum Abdecken von unserer schönen Dame verwenden, nach Fidschis sechs monatiger UV-Bestrahlung einfach zerfallen sind, muss lokaler Ersatz her. Den finden wir in einem großartigen Miniatur-Baumarkt im nahen Kuah.

Zu guter letzt wird es wie immer etwas aufregend und auch ein bisschen hektisch ... Holly kommt raus aus ihrem Element und bekommt einen schönen Platz mit Marina-Blick an Land. Die natürlich nicht wirklich passende neue Plane in der prallen Sonne so über das Schiff zu spannen, dass sie nicht mehr als notwendig flattert und möglichst zweieinhalb Monate übersteht, gerät zu einer der herausfordernsten Team-Aufgaben, der man sich als Ehepaar so stellen kann.

Landgang im Rückwärtsgang
Good Bye Holly Golightly

Bei 38 Grad im Schiff packen wir unsere Taschen, werfen alles von Bord und gönnen uns für eine Nacht ein viel zu teures, aber klimatisiertes Zimmer im Hotel.

Obwohl unsere Segelsaison 2025 vergleichsweise gar nicht so lang war, fühlen wir uns erschöpft. Es braucht immer wieder Zeit und ein bisschen Ruhe zwischendurch, um all das wunderschöne, aufregende und herausfordernde, das wir erlebt haben, zu verarbeiten. Ein Luxus-Problem, na klar – und trotzdem hilft uns eine Pause vom Schiff, ein bisschen Abstand und ein Perspektiv-Wechsel dabei uns neu zu sortieren und zu überlegen, wie es weiter gehen soll. Gerade jetzt.

Wir wollen Holly gerne nach Hause segeln, aber der Rückweg in die Ostsee ist nicht so ganz einfach, egal ob wir uns für die große Runde um Südafrika oder den politisch eher herausfordernden Weg durch das Rote Meer entscheiden.

Noch bevor es hoch hinaus geht, ist Mareike schon auf Wolke 7, weil sie sich so auf zu Hause freut!
Wer Fred an Bord hat, muss in Doha natürch auch dort einkehren :-)
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